3. Single des schottischen Jazz-Drummers Graham Costello (Album "Second Lives", VÖ: 7.5.)

Am 7.5. erscheint auf Gearbox Records (TheOrchard, Bertus Musikvertrieb), den Analog-Spezialisten aus London, Graham Costellos zweites Album mit dem Titel "Second Lives" (CD und LP). Der Drummer und Komponist aus Schottland arbeitet erneut mit seiner Band Strata an dieser Produktion. Die Combo besteht aus Pianist Fergus McCreadie, Gitarrist Joe Williamson (Young Scottish Jazz Musician Of The Year, 2018), Posaunist Liam Shortall (Bandleader des Jazz-Kollektivs corto.alto), Saxofonist Harry Weir (der mit seinem Jazz-Outfit AKU! selbstdefinierten 'doomjazz' etablierte) und dem angesehen Bassisten Mark Hendry. Mit Wurzeln in der schottischen DIY-Indie-Szene, formierte Costello Strata 2016, tourte daraufhin exzessiv in ganz Europa, womit er sich breite Bekanntschaft innerhalb der Independent-Szene erarbeitet.

Das Debütalbum "Obelisk" folgte 2019 (Nominierung Scottish Album of the Year Award), 2020 erschienen weitere Singles. Nun folgt mit "Second Lives" Album Nummer zwei. Rein instrumental gehalten, sind die Kompositionen dädalischer und stilistisch experimenteller als je zuvor. Das Album beinhaltet hochenergetische Polyrhythmen, Improvisation und grenzenlose musikalische, teils progressive Expression. Stets bewegt sich Costello in delikater Balance aus stillen, sanften Momenten und unerbittlicher und treibender Intensität. Es sind einnehmende Momente der Spannung und des Loslassens. Und damit die gefühlvollsten und gedankenanregendsten Stücke des Künstlers. Saxofon und Schlagzeug agieren im perfekten Zusammenspiel. Costello findet durchgehend zu einer Form des Jazz, die sowohl mit dem Metier vertraute Hörer anspricht, als auch Neulingen den Einstieg schmackhaft macht.

Graham Costello, der burmesisch-indianische Wurzeln hat und das Themenfeld "Herkunft" besonders interessiert, sieht "Second Lives" "als ein immens persönliches Album, das viele Themen erforscht. Eines davon ist der Prozess des Erwachsenwerdens des menschlichen Wesens. Die neue Single "Impetu" der Band eignet sich perfekt um die vielen Facetten des Albums zu repräsentieren. Durch die Kombination von schnellen polyrhythmischen Percussion-, Bass- und Pianolinien mit kraftvollem Saxophon- und Posaunen-Riffing zeigt die Band ihre Fähigkeit der instrumentalen Dynamik in Form von spielerischen Professionalität und Flexibilität. Nach den letzten Singles "Circularity" und "Eudaimonia" beweist "Impetu" einmal mehr das großartige Potenzial von Graham und seinem Ensemble.

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