Emilio bringt uns den „Winter“

Fast ein Jahr war es musikalisch still um Emilio – mag man denken. Aber nein. Emilio war alles andere als still, er eilte – von Dreh zu Dreh, von Hantelbank zu Joggingstrecke, von Songwriting zu Fotoshoots. 

Im November und Dezember 2021 erscheinen zwei Filmproduktionen mit ihm in Hauptrollen, 2022 geht er auf allererste verschobene Tour und zwischen all den To Do’s und Chancen verarbeitet er: „Komme gerad vom Flughafen, doch muss hier morgen noch mal hin. Jongliere mit Terminen, ich tanz auf allen Hochzeiten.“ „Seit ich denken kann, bin ich im Rennen. Von Dad gelernt, man kriegt nichts geschenkt, hab in meinem Leben so viele Rollen gespielt, dass ich nicht weiß, wer ich eigentlich bin.“ 

Stop. 19.11.2021 – Winter erscheint. „Lauf ich auf etwas zu oder lauf ich davon? Leben wie in Filmen, ich erzähl es im Song. Wenn mich das nicht glücklich macht, war‘s dann alles umsonst“. Herbstliche Fragen, Rückgezogenheit, Reflektion, Endjahresblues. Auch das, ein inneres Abbild – im Außen dreht Emilio einen Film und man könnte nach oben scrollen und neu beginnen die Lyrics zu wiederholen. 

Emilio, Lazlo und Megaloh schrieben Winter und das Münchener Produzententeam Truva hat die heftige Ballade in ihrer Tiefe verwurzelt. Im Refrain stockt den Zuhörenden der Atmen. Ein Kloß im Hals, der kratzt und mit der Melancholie der Jahreszeit und des Getriebenseins in den fröstelnden Gliedern zieht. „Draußen Sommerzeit, aber in mir drin ist finster, in mir drin ist tiefster Winter. Wann geht das vorbei? Oder bleibt das so für immer? In mir drin ist tiefster Winter.“

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