WEIMAR: ALLES LÜGE

Mit „Alles Lüge“ veröffentlichen Weimar die nun mehr sechste (!) Single ihres Debütalbums „Auf Biegen & Brechen", welches aufgrund von Lieferengpässen leider erst am 20.05.2022 erscheinen wird. 

Alles Lüge

Inhaltlich erinnert der Song sehr stark an ein gleichnamiges Werk, aus dem Jahre 1986, geschrieben und vertont von keinem Geringeren als Rio Reiser, nur eben in gewohnter Weimar-Manier. Schnell, hart und auf eine unnachahmlich charmante Weise ziemlich brutal.Dieser Song strotzt gerade so vor zynischen Vergleichen und sarkastischer Rhetorik. Den Hörer erwarten eine gesunde Mischung aus Sprechgesang und tiefen Shouts. Textlich, wie gewohnt, erbarmungslos gut. Aber auch die musikalische Abteilung dieser Ausnahmeband hat bei „Alles Lüge“ noch mal eine Schippe drauf gelegt.

Weimar, die Kulturmetropole Europas, in der sich schon seit Jahrhunderten bedeutende Impulse für Musik, Architektur, Literatur und Malerei ihren eigenwilligen Weg durch die Geschichtsbücher bahnte, hat ihr jüngstes Kind geboren, denn mit dem gleichnamigen Alternative-Rock-Projekt hat sich eine der faszinierendsten Newcomerformationen Deutschlands nach ihrer thüringischen Heimatstadt benannt, um die weltweite Heavy- Szene 2021 von hier aus mit ihrem hoch explosiven Crossover-Sound aufzumischen. Weimar ist die Wiege der schönen Künste, die in ihrer langen Geschichte unzählige Dichter, Denker, Künstler und Philosophen hervorgebracht hat. Jahrhundertealtes Symbol für die Verbindung aus Tradition und Aufbruch gleichermaßen. Eine Verbindung, der sich auch die Band verpflichtet fühlt. Weit abseits von typischen Musikhauptstädten wie Berlin oder Hamburg hat sich hier eine ganz besondere Band mit einem ganz besonderen Sound entwickelt. Eine Band, die in ihrer ganz eigenen Liga spielt. 

Weimar sind genauso kantig und eigenwillig, wie ihr Name selbst: Weimar verbinden Elemente aus Rock, Metal, HipHop und einer genreübergreifenden und sofort packenden Mischung epischer Sounds. Ohne irgendwelche stilistischen Scheuklappen lassen Weimar epische Härte mit voller Wucht auf zurückgelehnte Rap-Elemente prallen. Knallharte Metal-Riffs und melodische Rocksounds verschmelzen mit einem stabilen HipHop-Flow zu einer untrennbaren Einheit, die von den ganz bewusst auf Deutsch gehaltenen Texten vervollständigt wird. Weimar haben ihre ganz eigene Sprachästhetik gefunden – kraftvoll, direkt und filigran zugleich, wie man eindrucksvoll mit Nackenbrechern wie „Bester Feind“, demonstriert. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen sagen Weimar, was lange gesagt werden musste. Keine andere Band innerhalb der deutschsprachigen Musik versteht es momentan besser, sich so gekonnt über sämtliche Schubladen und Genres hinweg zu setzen, während man trotzdem fest auf dem Boden der modernen Rockmusik verankert bleibt.

Doch Weimar gehen nicht nur stilistisch, sondern auch visuell völlig neue Wege: Vervollständigt wird das multimediale Gesamtkonzept durch einen mystischen Look mit außergewöhnlichen Masken und einem aufwändigen Bühnenbild im Stile einer zeitgenössischen Theaterperformance. Um es mit Weimars eigenen Worten aus ihrem Debüt-Track zu sagen: „Wir sind anders, als Ihr und wir woll`n auch anders sein!“

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