Live-Review! Mojo Blizzard 19.1. Konstanz, Backstage

Ein beeindruckendes Erlebnis für alle Stonerrockfans boten MOJO BLIZZARD am Samstag, den 19.01.2024 im Musiccafe Backstage in Konstanz.

Der Hardrockfünfer um Sänger Nick, bekannt für ihre filigrane Vielfältigkeit, zog ein bunt gemischtes Publikum an, das von eingefleischten Metalheads über Musiklehrer bis hin zu jungen Psychologie-Studentinnen, Musikern und Versicherungsvertretern reichte. Zugegeben ein kleiner Klub der aufgrund des vorfastnachtlichen Treibens eine dezimierte Anzahl an Menschen anlockte, doch die die da waren feierten. Oder genau deswegen?

Mojo Blizzard

Die Stimmung im Backstage war ausgelassen, und die Band selbst strahlte pure Spielfreude aus. Die Mitglieder von MOJO BLIZZARD scherzten untereinander, improvisierten chaotisch und doch absolut gekonnt zwischen einigen Songs, was die Atmosphäre auf und vor der Bühne lockerte und entspannte. Das fast 100-minütige Konzert bot einen Mix aus Metal, Stonerrock und Doom, der die Vielseitigkeit der Band unterstrich.

Doom und gute Laune, sind definitiv kein Gegensatz. Selbst als beim Titelsong der neuen CD, THE EVIL CROWN, Frontmann Nicolaj am Mikro das Dramatiklevel ganz nach oben schraubte, dabei schon jeder den Atem anhielt, mochte man automatisch dennoch lächeln, weil es einfach spaß machte dieser Band Ohr und Auge zu schenken.

Songs wie "I Won't Change" und "Psycho Dance" wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Es wurde eifrig mit geklatscht und mitgesungen, besonders bei Stücken wie "Status Unknown". Egal wie oft zum Mitträllern und Mitklatschen angefeuert wurde, das Publikum hatte einfach Lust auf diese Band und machte mit. Die Badener Band zu Gast am Bodensee.

Sprüche des Sängers wie: "...vom Ding her!", sorgten neben der erstklassigen Gesangsdabietung und dem damit einhergehenden Emotionskino für freudige und glückliche Gesichter im Publikum. Vielleicht war es auch Hysterie, aber so stachelte sich die Band immer weiter an. Klasse Gitarrensoli von David Rapp, ein rotzender Bass von Nino Hofmann, akzentuiertes bis hin zu wahnwitzigem Schlagzeugspiel von Mauro Welfens (inklusive diabolischem Gelächter aus dem Off), Effekte und Rhythmusarbeit von Frank Hallok und Denis Keller von absolut hörenswertem Niveau an den beiden anderen Gitarren. Kurzum: Die gesamte Band war eine Einheit, man spielte miteinander und nicht nebeneinander her, wie es bei vielen sogenannten GROSSEN schon der Fall war.

Der Sound im Musiccafe Backstage war differenziert und brachial zugleich, dank der persönlichen Einsatzes des Besitzers des Klubs. Hier mischt der Wirts selbst, und das war gut so. MOJO BLIZZARD bewiesen dadurch, dass sie live genauso überzeugen können wie auf CD (aktueller Stand: THE EVIL CROWN).

Insgesamt war das Konzert von MOJO BLIZZARD in Konstanz ein unvergessliches Erlebnis. Die Band hinterließ begeisterte Fans und sorgte dafür, dass man sich wie unter Freunden fühlte. Wer MOJO BLIZZARD noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen und sich in die bunte Mischung der Fans einreihen.

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