Faster Pussycat hatten in den 80ern den Sound, den Sleaze und den Swagger, um genauso so groß wie ihre Kollegen Guns ’N Roses zu werden. Rock’n’Rollig war das auf jeden Fall ebenbürtig. Warum es letztlich nur zur Kultcombo gereicht hat, bleibt eines dieser Rock-Mysterien. Wie auch immer: Faster Pussycat, um die Coolness in Person Taime Downe am Mikrofon, sind gerade auf Tour zum 40-jährigen Bandjubiläum in Europa unterwegs und schauen auch in Berlin vorbei.
Der Andrang im Frannz hält sich dabei leider in Grenzen, der Fun und die Action hingegen sind grenzenlos. Umso mehr, als Faster Pussycat noch weitere legendäre Hollywood- und Hairacts aus der glorreichen Zeit des Glam mit dabei haben. Den Auftakt macht Lorraine Lewis, seinerzeit Frontfrau bei Femme Fatale. Sie und ihre Jungs haben zum Schluss ihres Sets zwar mit technischen Problemen zu kämpfen, lassen aber eine Menge sexy und sleazy 80s-Sounds vom Stapel.

Blacklist Union im Anschluss waren zwar in den 80s noch nicht am Start, sehen aber so aus. Besonders Frontmann Tony West ist ein Bilderbuchrocker mit einem Look zwischen Stephen Pearcy, Nikki Sixx und Steven Tyler und glänzt mit dreckigem Gesang und Axl-Rose-Moves. Schmutziger, punkiger Sound – „sauber“!
Dann der Inbegriff von Hollywood, Debauchery und 80er-Jahre – Faster Pussycat. Und die Rocker haben es immer noch drauf, und besonders das Timbre von Downe schneidet immer noch scharf wie eine Switchblade. Und was haben die rüstigen Rocker für Klassiker am Start! „Bathroom Wall“, „Don’t Change That Song“, „House of Pain“ und wie sie nicht alle heißen. Gut gelaunt und gritty präsentiert.
Eine gute Stunde lang wird das Publikum klanglich und geografisch an den Sunset Strip in Hollywood zurückversetzt.
Das hat wirklich großartig gerockt, gerollt, geglamt und gesleazt.
LEGENDÄR!!!
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