Don Broco könnten mit „Nightmare Tripping“ ganz groß werden, so professionell, voller Power und poppig ist das Album. Poppig aber nicht im Sinne von Kaugummi und Oberflächlichkeit, obwohl es stellenweise wie rockiger Justin Bieber klingt, sondern poppig im Sinne von Intelligenz und Eingängigkeit. „Nightmare Tripping“ ist dabei nicht nur klanglich mit Metal-, Funk-, Elektronik- und Alternativ-Elementen unglaublich vielschichtig, auch inhaltlich wird mit persönlichen, politischen und poetischen Texten in die Breite gegangen.

Die Arrangements haben dabei ebenso Anspruch wie die Songs dank Produzent Dan Lancaster große Soundqualität besitzen. Da Dan Lancaster seinerzeit auch die sich neu erfundenen Good Charlotte produziert hat, verwundern dezente klangliche Parallelen nicht, bereichern das Gesamtergebnis aber nur noch weiter. Wer auf härtere Maroon 5, Klassiker wie Linkin Park oder moderne Acts wie Bring Me The Horizon oder 5 Seconds Of Summer steht, wird diese Scheibe lieben. Die bei aller Emotionalität kein Emocore ist. Don Broco sind eine hart-harmonische, mächtig-melodisch und dramatisch-diversitäre Band mit ungewöhnlichen Grooves. Hut ab!
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