Obwohl Laibach Anfang der glorreichen 80er-Jahre gegründet wurden, ist die in Jugoslawien entstandene Band alles andere als eine typische 80s-Formation. Nichts da mit Bunt und Pop: Laibach stehen eher für schwarze Klänge, konzeptionelle Kunst und musikalische Grenzgänge. Wobei man mit Popmusik wohl nicht unbedingt Probleme hat, veröffentlichte man doch 1987 eine Coverversion des Opus-Gassenhauers „Live Is Life“. Allerdings war diese ziemlich finster und marschierte geradezu militärisch daher.
Auf dem neuesten Werk „Musick : Encore“, das bisher unveröffentlichtes Material aus den ursprünglichen „Musick“-Sessions enthält, nähert man sich dem Pop hingegen ziemlich an. Das liegt allerdings vor allem an den Remixen, die von renommierten Künstlern wie Silverwingkiller, Richard X und Punchbag angefertigt wurden. Die Oberfläche ist also eingängig, aber darunter brodelt es immer noch typisch Laibach-mäßig. Besonders der markante Gesang sticht hervor, auch wenn ihm bei einigen Songs Sängerinnen zur Seite gestellt werden. Überhaupt gibt es hier einige slowenische Gastauftritte, die aufhorchen lassen. Dazu zählt Manca Trampuš, die Frontfrau der slowenischen Indie-Band Koala Voice. Der Gastgesang von Bojan Cvjetićanin, Sänger der slowenischen Band Joker Out, verleiht einem Song wie „Faith No More“ eine weitere Ebene und eine faszinierende hymnische Textur.
„Musick : Encore“ hat zwar immer noch die typische Laibach-Martialität, aber eben auch eine beinahe ungewohnte und oft überraschende Melodiösität. Letztlich sind Laibach immer noch nicht vollends zu fassen, und gerade das macht diese Band so außergewöhnlich. Zwischen Industrial, Elektronik, Synthie, Techno, EBM und Postpunk gibt es niemanden, der sich so sicher und stilvoll bewegt wie Laibach.
More Musix
Das United Classic Ballet präsentiert „Schwanensee“
Internationale Ballett-Exzellenz auf Tournee.
NOAPOLOGY: 5.11. im Sugar Shack in München
Auf der Bühne verwandelt die Band diesen Sound in eine kraftvolle Live-Show, die von roher Energie, Präzision und Darias fesselnder...










