Hemdsärmeliger Heartland- und Working-Class-Rock in einer Location wie dem Kesselhaus – das passt! Die industrielle Halle in München-Freimann hat mit all den Rohren und der hohen Decke irgendwie auch Arbeitercharme, ebenso wie der Springsteen’sche Sound von Brian Fallon & The Painkillers.
Schon der erste Opener Loveboat aus Salzburg rockt und „arbeitet“ sich durch ein kurzes Set. Das Trio kommt sympathisch und 70er-mäßig rüber. Ebenso wie der amerikanische Punk Chris Farren, der schon früher für Fallon eröffnet hat. Mit elektrischer Gitarre und Schlagzeugbegleitung durch einen Kumpel zieht Farren ordentlich vom Leder und bringt Stimmung in die gut gefüllte Halle.

Wobei natürlich alle auf The-Gaslight-Anthem-Frontmann Fallon und seine Musiker gewartet haben. Und das Warten hat sich mal wieder gelohnt, denn Brian Fallon & The Painkillers überzeugen mit starken Sounds und Songs sowie großer Spielfreude. BF im Flanellhemd ist permanent am Grinsen und sucht immer wieder den Blickkontakt zu seinen Mitstreitern. Sehr schön, wenn er sich mit dem Mann zu seiner Linken gitarristisch austauscht. Besonders atmosphärisch wird es auch, wenn dieser zu sehnsüchtigen Slides ansetzt.
Die insgesamt 19 Songs kommen authentisch und sehr amerikanisch daher. Fallon singt stark und spricht wenig. Wobei er sich immer wieder höflich bedankt.
Dabei haben wir zu danken – für starke Rocker wie „If Your Prayers Don’t Get to Heaven“, den Titelsong des neuen Albums „Not Bad For New Jersey“ und das finale „A Wonderful Life“.
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