Heiß war’s dieses Jahr auf dem besten Festival in Franken, in ganz Bayern – ach was, in ganz Deutschland!
Bis zu 39 Grad am ersten Tag, aber die Festivalmacher haben sich mit vielen kühlenden Ideen wie Sprühnebelanlagen, Riesenventilatoren und freien Trinkwasserspendern super um das Volk gekümmert!
Wie immer gab es großartiges Festivalessen – von klassischem Fast Food bis hin zu fränkischen Spezialitäten.
Zum musikalischen Teil:
Do., 30.07.
Mount Hush haben das Festival mit ihrem feinen Bluesrock eröffnet.
Sons of Arrakis haben uns dann endgültig auf die Stonerrock-Straße geführt.
The Good, The Bad and The Zugly haben danach den Punkrock nach Franken gebracht. Eine Wahnsinnsenergie haben die norwegischen Jungs, und wie immer gibt es spaßige, nicht ganz ernst gemeinte Ansagen von Frontmann Ivar Nikolaisen.
Die Gewinner am Donnerstag sind eindeutig Pendejo, die ihr Sludge-Brett mit Bläsersätzen und spanischen Lyrics garnieren. Super sympathisch und voller Leidenschaft präsentieren sich die Niederländer um Frontmann und Trompeter El Pastuso. Was für eine Energie! GROSS!! Dazu noch nicht immer jugendfreie Texte, z. B. über eine Dame, die Ende der 30er-Jahre nach Barcelona ausgewandert ist, um dort Nazis zu jagen!
Danach beenden 1000mods ab 22.15 Uhr den ersten Tag wie immer brachial.
Fr., 31.07.
Den Start machen heute Bury a Phoenix, danach Puta Volcano. Nach einem kurzen Regenschauer, der etwas Abkühlung brachte, rocken Blood Command ziemlich amtlich, und trotz anhaltender Hitze ist die Stimmung bestens.
Elder stehen ab 20.30 Uhr auf der Festivalbühne, und das Volk feiert die atmosphärischen, teils sehr langen Songs vom ersten bis zum letzten Ton.
Fu Manchu fahren danach ihren staubigen Wüstenrock auf und haben die Menge sofort in ihren Bann gezogen. Mit „Evil Eye“, „California Crossing“ und dem Überkracher „Godzilla“ versetzen Scott Hill und seine Mannen uns in die staubige Desert-Zone. Wunderbar!
My Sleeping Karma beenden Tag 2 wie immer unfassbar tight.

Sa., 01.08.
Der letzte Tag startet mit den sehr geilen Giant Lungs, gefolgt von Kal-El. Norwegen ist und bleibt das Land, wenn es um außergewöhnlich gute Rockmusik geht.
Sänger Ståle Rodvelt und seine Mannen aus Stavanger machen keine Gefangenen und überrollen uns mit ihrem basslastigen Stoner-Doom-Sound! Fett!!
Dozer machen am Abend genauso weiter und versetzen die Menge in Ekstase. Der sympathische Mastermind Tommi Holappa an der Gitarre und Schlagzeuger Sebastian Olsson sind ja alte Bekannte bei Rock im Wald und waren im letzten Jahr bereits mit ihrer anderen Band Greenleaf am Start. Was der erst 2022 zur Band gestoßene Drummer abliefert, ist einfach unglaublich. Mein absolutes Festival-Highlight bis dahin!
Die Pausen vor den Headliner-Auftritten auf der Hauptbühne versüßen uns die württembergischen Capacopter mit ihrem ein wenig an die großartigen Slomosa angelehnten Stonerrock. Sehr, sehr amtlich, was die Band bei ihren beiden geteilten Shows auf der Nebenbühne um 19.35 Uhr und 21.25 Uhr abliefert.
Die unbestrittenen Helden aber sind wie zu erwarten Gluecifer. Lange, sehr lange haben die RIW-Fans auf die 1994 gegründeten Helden aus Norwegen gewartet, und 2026 hat es endlich geklappt. Die Kings of Rock reißen ein Best-of-Set ab, das keine Wünsche offenlässt. Auch wenn sich einige Oldschool-Fans noch mehr alte Songs gewünscht haben und der Großteil der Songs doch vom letzten Album Same Drug, New High stammt, ist die Stimmung überwältigend.
Biff plaudert in bekanntem Kauderwelsch-Deutsch, amüsiert sich köstlich und bescheinigt dem RIW-Publikum, was wir alle ohnehin schon wissen: Das ist das geilste Festival, auf dem wir seit Langem gespielt haben.
Capt. Poon und Raldo feuern ihre Riffs und Soli präzise ab, und die Rhythm Section um Drummer Danny und den seit der Reunion 2018 eingestiegenen Bassisten Peter Larsson ist arschtight und lässt sich nach jedem Song ausgiebig feiern!
Bei „Careful of Stash“, „Easy Living“, „I Got a War“, „Automatic Thrill“ und „Rockthrone“ eskaliert die Menge, und selbst die Pressevertreter im Fotograben, die Veranstalter und die Toncrew am Bühnenpult grooven, was das Zeug hält.
Norwegians Finest haben mal wieder auf den Punkt geliefert. Absolutes Rock’n’Roll-Pfund! Punkt!
Unbestritten die Kings of Rock!!!
Kylesa setzen mit feinstem progressivem Sludge den Schlusspunkt, und schon ist das RIW 2026 Geschichte.
Wir sehen uns 2027 in Neuensee! Sicher!!
Mehr Infos gibt es hier.









