Wunderbar, wenn auch mal ein Flamenco-ähnliches Intro auf der akustischen Gitarre angestimmt wird. Aber nicht täuschen lassen, denn überwiegend geht es auf „Lord Of The Strings“ nicht latin, sondern laut zur Sache. Der amerikanische Gitarrist Joe Stump lässt hier ordentlich die Axt kreisen. Das durchaus im Stile von Gitarrengiganten wie Yngwie Malmsteen und Ritchie Blackmore, aber der Musiker, der sich schon in Bands wie Exorcism, Raven Lord und HolyHell einen guten Namen gemacht hat, zieht auch eigene Saiten auf.

Klassisch beeinflusst und klassisch hardrockig shreddet und soliert Stump auf höchstem technischen und höchstem melodischen Niveau. „Lord Of The Strings“ ist ein Instrumentalalbum, das zeigt, wozu ein Mann und seine Gitarre fähig sind. Wird zu keiner Sekunde langweilig, wenn sich mitunter straighte Riffs, faszinierende Läufe, balladeske Parts und komplexe Strukturen abwechseln, vielmehr ergänzen. Für Fans von Kollegen wie Vinnie Moore, Axel Rudi Pell, Gus G. und Yngwie Malmsteen ebenso geeignet wie für traditionelle Hardrockhörer. Gitarre satt!
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