Sonntagabend und mächtig was los auf dem Backstage-Gelände. Im Rahmen des Free & Easy-Festivals gibt es im Club, in der Halle und im Werk klassischen und/oder derben Metal satt.
Weiter hinten im Areal gibt der Indie-Rock den Ton an. New Model Army aus dem britischen Bradford rocken einmal mehr in München. Dieses Mal im Open-Air-Bereich der Arena Süd. Und das hat schon einen besonderen Charme, wenn nahezu direkt neben der Bühne Züge vorbeifahren. Was auch Originalmitglied Justin Sullivan schmunzeln lässt, als er Bahnmitarbeiter hinter dem abgrenzenden Zaun begrüßt.
Das Konzert ist dann wieder mal stark, auch wenn New Model Army aufgrund von Lautstärkeauflagen etwas leiser agieren müssen. Die Intensität von Songs wie „Green and Grey“, „Stormclouds“ oder „Here Comes the War“ leidet keineswegs.
Sullivan und seine Mannen haben einfach diesen unverwechselbaren Sound zwischen Punk, Indie, Folk und Rock, der in jeder Location und bei jeder Lautstärke funktioniert. Wenn die oft hymnischen Lieder weit aufgehen, geht das den Fans jedes Mal tief rein. Wie auch der schon früh im Set gespielte Hit „51st State“.
Zum Gelingen des Konzerts tragen auch die wenigen, aber klugen und kritischen Ansagen von Sullivan bei. Der 70-Jährige hat nicht nur eine starke Stimme, sondern auch definitiv Grips und Charisma.
München liebt New Model Army, und New Model Army lieben München. Das wird wieder mal deutlich.
Starke Show, starke Songs und starke Statements!
Bis zum nächsten Mal.
Infos zu weiteren Konzerten im Backstage gibt es hier.
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