Holla die Waldfee – Hateful Agony eröffnen den Abend ziemlich zackig. Und Oldschool-thrashig. Erinnert durchaus gelegentlich an die Genre-Giganten Slayer. Da macht es auch Sinn, dass die Band einen ihrer Songs dem 2013 verstorbenen Slayer-Gitarrristen Jeff Hanneman widmet. Der brutale Sound kommt recht gut an bei den versammelten Kuttenträgern und einige lassen sich sogar zu mehr oder weniger wilder Moshpit-Action hinreißen.
Brutal kommen auch die Kanadier von Voivod rüber, aber auch um einiges brillanter. Die Anfang der 80er-Jahre gegründete Metalband, in der heute noch Original Michel „Away“ Langevin am Schlagzeug sitzt, agiert tight und technisch anspruchsvoll. Auch der kurzfristig eingesprungene Eric Forrest, der von1994 bis 2000 Sänger bei Voivod war, macht seine Sache gut. Allerdings muss er doch etwas häufig auf den Teleprompter schauen, um Texte zu erinnern. Darunter leidet der Flow etwas, aber nicht die Intensität. Forrest legt viel Ausdruck und Aggression in seinen Gesang. Auch der Rest der crazy Canadians ackert und agiert kraftvoll. Und kreativ, hat der Thrash Metal von Voivod doch eine deutliche progressive Komponente.
Ziemlich kultig, krachig und kanadisch, was da abgegangen ist.
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