The White Buffalo um Sänger Jakob Smith brauchen live nur wenige Sekunden und wenige Töne, um das Publikum zu berühren und bewegen. Nach oftmals ruhigeren Auftakten mit eindringlichen Gesang und gezielten Klängen auf dem Minimalkeyboard wird es episch und energetisch, wenn die Band förmlich explodiert. Besonders Bassist und Tastenspieler Christopher Hoffee geht ab wie die sprichwörtliche Rakete. Mit seinem Westernhemd und Dennis Hopper-Easy Rider-Bart sieht er zwar wie ein 70er Jahre Outlaw aus, hüpft und posed aber beinahe wie ein Punk.
Und genau das Wechselspiel zwischen den „intense Songs“, wie Frontman Smith beispielsweise „Into The Sun“ nennt und den zackigeren Stücken, die vom Rhythmus her gerne auch mal an „Passenger“ von Iggy Pop erinnern, macht den Reiz dieses charismatischen Trios aus. Und natürlich düstere Hymnen wie „Come Join The Murder“, die ergreifende Finalnummer aus der US-Bikerserie „Sons Of Anarchy“.
Smith brummt zwischen Introversion und Aggression und neigt ebenso wie seine beiden Sidekicks immer wieder zu Gefühlsausbrüchen. Die starken uramerikanischen Songs zwischen Country und Folk mit der gelegentlichen Energie des Punks wühlen gehörig auf, bringen aber mit Balladen wie „Wish It Was True“ auch immer wieder Frieden ins Spiel. Von den beeindruckenden Konzerten stehen diesen Sommer wieder zwei auf dem Progamm. Großartig!
25.8.-2.9.26, RBK Fusion
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