Es gibt nur wenige deutsche Musiker, die den Blues haben und ihn auch überzeugend und authentisch an den Mann bringen können. Die Münchner Rusty Stone ist da eine lobenswerte Ausnahme. Dabei klingt der Bayer auf „Ramblin‘ Man“ durchaus amerikanisch und Roots- und Americana-Elemente sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamtsounds, er klingt aber irgendwie auch einzigartig und europäisch. Vor allem aber klingt das Album intensiv und persönlich.

Nicht laut und krachig, sondern poetisch und pointiert. Stone hat dazu genau das passende gelebte Timbre, um authentisch zu grooven und zu bluesen. Obendrein hat er auch noch alle Instrumente selber eingespielt. Vom Bass über die Ukulele bis hin zur Mundharmonika. Nicht zu vergessen die lässigen Slidegitarren. Eine Nummer wir „Nothing To Regret“ hat dabei irgendwie leichte America-“A Horse With No Name“-Vibes. Dieser Mann lebt und liebt seine Musik in vollen Zügen. Diese Passion und Expertise ist tatsächlich spürbar. Starke akustische Handarbeit!
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