Letztlich ist es wohl Pop, was Tally Spear da zelebriert, aber was für einer. Pop mit Power und Pathos! Und ein bisschen Punk, wenn ein Song mal etwas an Avril Lavigne erinnert. Hat auch was von Machine Gun Kelly. Was den poppigen Sound aber von dem der Kollegen unterscheidet ist die Melancholie und die Tiefe. Das Titelstück ist rockig und reflektierend, während „Upside Down“ mit Streichern und Sinnlichkeit das erste Stück ist, dass Spear nach dem Tod ihres Vaters entstanden ist.

„Bittersweet“ ist eine großartige EP voll mit fünf durchdachten und durchlebten Stücken. Die Melodien gehen zu Herzen und mitunter weit und episch auf. So hymnischen und humanen Pop voller Kraft hat man schon lange nicht mehr gehört. Alternative-Pop-Rock der besonderen Sorte. Das könnte wirklich ganz groß werden, sprechen die Songs doch gerade die Jüngeren an, funktionieren aber aufgrund der Gefühlsechtheit auch rock- und generationsübergreifend.
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