In Ihrer Heimat, den Niederlanden, gehören Kensington zu den ganz großen Nummern. Regelmäßig gehen ihre Alben auf die Nummer 1 und regelmäßig gibt es die renommierten Edison-Auszeichnungen. Mit dem neuen Album und vor allem mit dem amerikanischen Sänger Jason Down sollte, ja muss geradezu jetzt auch die große internationale und auch amerikanische Akzeptanz gelingen, denn „First Rodeo“ klingt so weit, weltgewandt und international wie Indie-Rock nur klingen kann. Als Vergleiche kann man vielleicht Coldplay, wenn sie wirklich rocken würden, nennen. Oder die Americana-Punks von The Gaslight Anthem, denn gleich das Eröffnungsstück hat einen ähnlichen Vibe und ähnliche Qualität wie deren Hit „The ’59 Sound“. Nach diesem Auftakt nach Maß geht die Platte so richtig groß und weit auf. Immer sphärisch und atmosphärisch indie-mäßig, aber auch manchmal mit einem coolen New Country-Touch. Down am Mikrofon ist eine echte Bereicherung und singt brillant, ja sogar stellenweise geradezu bezaubernd.
Nicht nur mit den Rockern, sondern auch mit den etwas ruhigeren Stücken in der Mitte der Platte kann er glänzen oder vielmehr strahlen. Der Indie-Sound lebt von den grandiosen genreytypischen Gitarrensounds und von den großen eingängigen Refrains,. Mit „Little By Little“ hat man eine von vielen Hymnen am Start. Gerade diese Nummer berührt zutiefst. „Failure By Design“ fasziniert mit einem intelligenten Groove. Zum Schluss wird es dann noch mal richtig episch, bevor man es besinnlich ausklängen lässt. Große Band und wenn es mit rechten Dingen zugeht global the next big thing.
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