Schon seit einiger Zeit gibt Duff McKagan von Guns N‘ Roses, wenn er solo bzw. mit seiner eigenen Band unterwegs ist, weder den Punk- noch den Sleazerocker, wobei beides natürlich irgendwie immer mitschwingt. McKagan wandelt hier vielmehr auf Singer/Songwriter-Pfaden und bewegt sich zwischen Americana, Rootsrock und Country-Coolness. Und das kommt live wirklich intensiv!
Intensiv auch der Opening-Act James And The Cold Gun. Die Band aus dem walisischen Cardiff ist eher garagig und post-grungig unterwegs, kommt aber bei den McKagan-Fans, von denen etliche Guns N‘ Roses-Shirts tragen, gut an.
Dann aber Mr. Cool McKagan mit verspiegelter Sonnenbrille und das Lässigkeitslevel steigt gewaltig. Mit seiner starken Truppe beginnt er eher countryeske, rockt aber auch immer wieder rootsig. Zu zwei Songs kommt ein Pedal Steel-Spieler auf die Bühne. Den Amerikaner, der schon vor langem nach München gezogen ist, hat McKagan online entdeckt. Schöne Geschichte …
Und schöne Songs, die es heute Abend zu hören gibt. Die neueren Singer/Songwriter-Sachen wie „Longfeather“ und „Tenderness“ kommen wirklich gut. Gut kommen auch das Stooges-Cover „I Wanna Be Your Dog“ und „Heroes“ von David Bowie. Stimmige Setlist und eben ganz anders als eine Guns N‘ Roses-Show. Wobei von denen auch „You’re Crazy“ zum Einsatz kommt.
Schade nur, dass die Halle nicht ausverkauft war und die Spielzeit mit einer Stunde und 15 Minuten auch nicht gerade üppig war.
Extrem cool, sympathisch und stark war der Duff aber in jedem Fall!
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