Ja, kann der Typ denn alles spielen? Eine durchaus berechtigte Frage am Ende des Konzerts von Gitarren-Genie John 5.
Der Opening Act South Of Salem ist bei weitem nicht zu virtuos unterwegs wie der Headliner und geht es eher traditionell heavy an. Die Briten bringen coolen sleazy Hardrock mit Gothic-Tendenz aufs Tapet und sorgen durchaus für Stimmung.
Dann Instrumental-Innovator John 5, der früher bei Rob Zombie in Diensten stand und aktuell bei der L.A.-Legende Mötley Crüe beschäftigt ist.
Was er auf den Saiten vollführt ist schlichtweg sensationell. Die Finger beider Hände fliegen nur so über die Gitarre. Manchmal auch beide gleichzeitig über den Hals seiner Klampfe. Meist klingt das hard und heavy, aber John 5 ist stilistisch extrem offen und open minded. Country- und Crooner-Sounds finden neben viel Groove und Genialität hier ebenso ihren Platz wie Jazziges.
Unterstützt von einem wuchtig aufspielenden Drummer und einem eher zurückhaltenden Bassisten fährt John 5 das volle (Griff)Brett. Umso mehr, als neben der Virtuosität auch mächtig Volumen am Start ist.
Zwischendurch gibt es mit Perücke und Horrormaske noch eine kleine Showeinlage, denn bei allem Können ist man ja schließlich auch Entertainer.
Zum Finale spielt John 5 dann zahlreiche Hits von Mötley Crüe stark an. Und das rockt auch ohne Gesang gewaltig!
Starke Vorstellung, die der Gitarrist da abgeliefert hat.
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